Solidaritätsnetz Bern

Das Solidaritätsnetz Bern existiert seit 2001 und ist als Non-Profit-Verein mit Hauptsitz in der Stadt Bern seit 2016 vom Kanton als gemeinnützig anerkannt und demnach steuerbefreit. Zweck des Vereins ist die Unterstützung von Geflüchteten, Sans-Papiers und in Not geratenen Menschen ohne geregelten Aufenthalt. Das Solidaritätsnetz Bern möchte Geflüchtete dabei unterstützen, die Isolation zu durchbrechen und bietet Unterstützer*innen ein Netzwerk, welches zur Vernetzung und Koordination dient und gleichzeitig auch ein politisches Gefäss darstellt, das sich für die Menschenwürde Aller einsetzt.

Beschreibung der Organisation

Seit Februar 2015 betreibt das Solidaritätsnetz Bern eine Anlaufstelle für professionelle Beratung, Betreuung und Unterstützung von Sans-Papiers, Asylsuchenden, Nothilfe-Beziehenden und vorläufig Aufgenommenen. Das Solidaritätsnetz Bern arbeitet permanent mit anderen Institutionen zusammen und ist im Raum Bern sowie auch auf nationaler und transnationaler Ebene bestens vernetzt.

Partizipation ist ein Grundpfeiler unserer Methode und Ideologie. Ressourcen und Fähigkeiten werden bei uns in ständigem Austausch neu kombiniert. Viele ehemalige Klient*innen engagieren sich heute ehrenamtlich für das Solidaritätsnetz.

Dem Solidaritätsnetz Bern werden oftmals Fälle durch Fachpersonen zugetragen, die selber in Behörden tätig sind. Dies weil solche Fälle bei diesen Institutionen gerne mal „durch die Maschen fallen“. Dies betrifft beispielsweise die Problematik der als volljährig registrierten Minderjährigen oder stark traumatisierten Menschen in Ausschaffungshaft. Die lokale, überregionale und transnationale Vernetzung des Solidaritätsnetz Bern erlaubt es uns, in schwierigen Situationen zeitnah Lösungen für Härtefälle zu finden.

Die Anlaufstelle sieht sich subsidiär zu anderen Stellen wie etwa die Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not. Beim Solidaritätsnetz Bern finden sich Fälle wieder, welche bei anderenStellen kein Gehör gefunden haben, wegen Kapazitätsgründen abgelehnt wurden oder für die keine klare Zuständigkeit besteht.

Unsere Aktivitäten

  • Die Anlaufstelle ist von Montag bis Freitag geöffnet. Am Dienstnachmittag und Donnerstagmorgen finden offene Beratungen ohneTerminvereinbarung statt. Zusätzlich können auch an den sonstigen Tagen Gesprächstermine vereinbart werden, wobei oftmals vorgängig Abklärungen gemacht werden müssen oder es einer übersetzenden Person bedarf.
  • Einmal in der Woche führt der Verein einen Mittagstisch für Sanspapiers und Menschen in der Nothilfe.
  • Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Beratung und Vertretung für und von Asylsuchenden in Sachen Asylrecht. Wir beraten und begleiten Menschen während dem Asylverfahren, damit die Fluchtgründe beim Staatssekretariat für Migration (SEM) geltend gemacht werden können, bei einem ablehnenden Entscheid Rekurs eingelegt werden kann, oder nach dem ordentlichen Asylverfahren neu eingetretene oder nicht beachtete Elemente geltend gemacht werden können
  • Neben den Beratungen und werden Fondsgesuche, Beschwerden, Eingaben geschrieben, mit Ärzten, Rechtsanwältinnen, Behördenvertretern, Fach-und Sozialhilfestellen telefoniert, Akten studiert, Workshops und Anlässe organisiert und nicht zuletzt auch die Verwaltung und Administration des gesamten Vereins gemacht. 

Art der Aktivität

  • Begleitung im Alltag
  • Hintergrundarbeit

Nehmen Materialspenden entgegen

Ja

Die Arbeit der Geschäftsstelle/Koordination ist zum grössten Teil

unentgeltlich

Unsere Angebote